Diagnose Allergie. Was muss ich beachten? Was kann ich tun?

Eigentlich wundere ich mich schon gar nicht mehr, dass ich bei jedem Arztbesuch mit einer neuen Diagnose nach Hause komme. Nun sind die Allergien dran und ich muss mich mit einem neuen Thema auseinander setzen, um herauszufinden was ich selbst tun kann, um mich besser zu fühlen. Bisher habe ich nie daran gedacht, dass ich eine Allergie haben könnte, da ich nicht sonderlich auf etwas reagiert habe. Die Beschwerden habe ich der kalten Jahreszeit, Heizungsluft oder den Folgen meiner Hashimoto zugeordnet.

Ich war eigentlich wegen der anhaltenden Schmerzen im Bereich des Oberkiefers / den Nasennebenhöhlen bei einem HNO Arzt. Den Tipp hatte mir meine Zahnärztin gegeben, nachdem sie nach zweimaliger Kontrolle nichts an meinen Zähnen feststellen konnte. Die Beschreibung meiner Symptome veranlasste den Arzt einen Allergietest durchzuführen und sein Verdacht bestätigte sich. Eine starke allergische Reaktion konnte bei Birke und zwei verschiedenen Arten der Hausstaubmilbe, eine schwache Reaktion bei Erle und Hasel festgestellt werden.

Die Reaktion auf Birke, Erle und Hasel in Kombination ist nicht selten, da sowohl die Erle als auch die Hasel zur Familie der Birkengewächse gehört und besonders bei der Birkenpollenallergie kann es zu einer Kreuzallergie kommen. Betroffen sind Statistiken zu Folge 50 % der Allergiker, die Probleme mit Birkenpollen haben. Wer auf Birke, Erle und Hasel reagiert, hat häufig auch eine Unverträglichkeit gegenüber Nüssen und einige rohe Obstsorten aus der Familie der Rosengewächse. Dazu zählt z. B. Apfel, Birne, Pfirsich, Pflaume, Kirsche und Mandel. Auf der Seite kreuzallergie.com habe ich außerdem eine Liste mit Nahrungsmitteln gefunden, bei denen eine Kreuzreaktion auftreten kann.

Wenn du eine Birkenpollenallergie hast, beobachte beim Verzehr folgender Lebensmittel ob du ein Kribbeln auf der Zunge, Lippen oder im Mundraum wahrnimmst oder sich nach dem Verzehr unwohlsein einstellt:

Kreuzreaktion möglichbei: Apfel, Birne, Curry, Karotte, Kastanie, Kiwi, Sellerie, Tomate, Anis, Banane, Fenchelsamen, Haselnuss, Kamille, Kartoffel, Kirsche, Koriander, Kümmel, Lychee, Mango, Ölbaum (Olivenbaum), Orange, Paprikagewürz, Petersilie, Pfeffer, Pfirsich, Raps, Sojabohne

Die Allergene in rohen Nahrungsmitteln sind hoch konzentriert und einige Lebensmittel können schon durch kurzes Erhitzen oder kochen verträglich, und problemlos gegessen werden. Nur bei Nüssen wird die Konzentration der Allergene durch Kochen nicht reduziert und sollten vom Speiseplan gestrichen werden, sofern eine spürbare Reaktion des Körpers erfolgt.

Ich habe ein Cortisonhaltiges Nasenspray verschrieben bekommen um die Schwellung in der Nase zu reduzieren und wegen der Milben wurden meine Daten an eine Firma weitergeleitet, die sich kurze Zeit später mit mir in Verbindung gesetzt hat und ein paar Tage später passende Überzüge für meine Matratze geschickt hat. Außerdem habe ich mir selbst ein Spray in der Apotheke gekauft (Milbopax) mit welchem ich mein komplettes Bett eingesprüht habe.

Ca. eine Woche später konnte ich bereits eine Verbesserung erkennen.
Ich werde das aber wohl auf längere Sicht beobachten müssen, da bei der Untersuchung neben der Allergie noch eine schiefe Nasenscheidewand festgestellt wurde.
Für die Milbenallergie habe ich Mittlerweile neben dem Bezug fürs Bett und dem Spray mein Schlafzimmer etwas ausgeräumt. Keine Teppiche und Staubfänger und den Kleiderschrank habe ich auch in einem anderen Zimmer stehen. Lüften ist auch ohne Allergie sehr wichtig, jetzt mache ich es aber konsequent. In Zeiten wo der Pollenflug sehr hoch ist sollte man da allerdings schauen ob es nicht zusätzliche Reize ins Zimmer holt. Hier kann man mit einem Pollengitter für die Fenster gute Ergebnisse erzielen.

 

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